10 Tipps für eine erfolgreiche Datenkonsolidierung

Bei der Datenkonsolidierung geht es unter anderem darum, Daten kostengünstig nutzbar zu machen. Für Ihr Konsolidierungsprojekt bieten wir Ihnen ein kostenloses Werkzeug, umfangreiche Serviceleistungen und wichtige Tipps aus unserer Erfahrung mit Datenkonsolidierungsprojekten.

Produkte und Services für die Datenkonsolidierung

Hier haben wir für Sie verschiedene Tipps für die Datenkonsolidierung aufgelistet.

Integritätsprobleme bei Änderungen an Formaten und Werten vermeiden

Geänderte Formate und Werte können Integritätsprobleme durch die Verletzung von Datenbank- oder Anwendungsregeln hervorrufen. Auch wenn eine Änderung zunächst datenbankseitig keine Auswirkung hat, können sich beim späteren Zugriff auf die Daten Auswirkungen zeigen. Sowohl Anwendungen als auch nachgelagerte Lösungen müssen hinreichend geprüft werden, ob die neuen Formate und Werte Auswirkungen auf Prozesse haben.

Fehler in logischer und physischer Konsolidierung haben verschiedene Konsequenzen

Eine fehlerhafte logische Konsolidierung wird einfach nur falsche Ergebnisse liefern, eine fehlerhafte physische Konsolidierung vernichtet Daten. Während im ersten Fall der Rechenweg immer weiter korrigiert werden kann, bleiben im zweiten Fall keine Daten mehr. Soll eine Konsolidierung mittels einer Aggregation Speicher und zukünftige Rechenzeit sparen, beruht dies zwangsläufig auf der späteren Verlagerung oder Vernichtung der Daten, die der Aggregation zu Grunde liegen. Eine Prüfung der Wechselwirkungen ist unumgänglich. Müssen häufig konsolidierte Daten bereitgestellt werden, bieten sich BI-Lösungen oder OPERATIONAL DATASTORES an, denen aggregierte Daten über ETL-Jobs zugeführt werden. ETL-Jobs sollten dann laufen, wenn die Auslastung der Systeme gering ist, dabei bleiben die Ausgangdaten erhalten.

Sicherung ist nicht Sicherung

Strategische Fehler bei der Sicherung von Daten können einem Verlust der Daten gleichkommen. Im Rahmen einer Datensicherungsstrategie die Sicherungsmedien in Abständen rotierend überschreibt, können Datenverluste zu spät bemerkt werden. Das Löschen von Daten aus einem Bestand bleibt unbemerkt, bis die Daten benötigt oder eine Kontrolle des betreffenden Datenbestands stattfinden würde. Liegt dieser Zugriff später als der Zeitpunkt, zu dem die letzte verbliebende Kopie der Daten durch den Rotationszyklus überschrieben wurde, sind die Daten verloren. Sicherungsstrategien sind dahingehend zu prüfen, ob sich Datenbestände aus Sicherungen in vollem Umfang und konsistent in angemessener Zeit wieder herstellen lassen.

Vorbereitung ist alles

Ein Konsolidierungsprojekt kann scheitern, wenn Vorbereitungen auch nur teilweise ungenügend sind. Eine Konsolidierung führt zwangsläufig einen anderen Zustand der Daten herbei. Die Datenlage ändert sich also grundsätzlich immer, auch wenn Daten „nur“ ausgelagert werden. Eine neue Lage kann Funktionen von Anwendungen beeinflussen, die auf betroffene Daten zugreifen. Werden vor der Durchführung von Maßnahmen alle auf Datenzustände eventuell Einfluss nehmenden Faktoren vollständig erfasst, können Maßnahmen bewertet und eventuelle Risiken minimiert werden.

Ziele der Maßnahmen definieren und validieren

Ohne klare und valide Ziele enden Konsolidierungsprojekte als endlose Baustelle und verursachen zusätzliche Kosten. Zu den Zielen von Maßnahmen können die Reduzierung von Speicherplatz, Eliminierung von Dubletten oder Aggregation gehören. Dabei ist die Betrachtung der Daten eines Unternehmens in einem ganzheitlichen Zusammenhang erforderlich. Konsolidierungsmaßnahmen für Festspeicher sind oft sinnlos, da die Aufrüstung von Servern günstiger kommt. Bei der Reduzierung von Dubletten sind Seiteneffekte zu prüfen, beispielweise wenn Daten in CRM-Vorgängen auf vermeintliche Dubletten referenzieren, die im Rahmen der Maßnahme gelöscht werden sollen. Aggregierte Daten lassen keinen Drill-Down mehr zu, wenn die Grunddaten aus Platzmangel entfernt wurden.

Strategien prüfen, Feedback nutzen

Nicht konsolidierte Daten können im Rahmen von Prozessen wie Datensynchronisation erhebliche Auswirkungen haben. Zu diesen Prozessen gehören Verfahren wie Datenexport, Replikation oder ETL. Der Bearbeitungsaufwand steigt, wenn Daten nicht in der benötigten Qualität vorliegen, da im Rahmen der Datenerhebung in besonderer Weise mit diesen Daten umgegangen und nachgebessert werden muss. Erkenntnisse daraus sollten in nachfolgende Konsolidierungsmaßnahmen einfließen, um die benötigte Datenqualität ohne individuellen Workaround jedes Mal neu sicher zu stellen. Oft bietet sich an, den anfallenden Aufwand des Workarounds in Konsolidierungsmaßnahmen umzuwidmen.

Redundanzen, also Vorsicht!

Der Wegfall von Redundanzen kann die Funktionalität von Software beeinträchtigen. Nicht in jedem Szenario dürfen Redundanzen im Rahmen einer Konsolidierung bedenkenlos beseitigt werden. Je nach Perspektive sind Redundanzen mehr oder weniger nützliche Begleiterscheinung, Datenmüll oder eine Aufforderung zur Normalisierung. Gewollte oder verwendete Redundanzen können nicht zerstört werden, wenn sie Bestandteil von Lösungen sind, die nicht ohne das Vorhandensein dieser Redundanzen auskommen. Maßnahmen müssen Auswirkungen auf alle angebundenen Insellösungen oder nachgelagerte BI-Prozesse berücksichtigen.

Rechtliche Rahmenbedingungen beachten

Konsolidierungsmaßnahmen können rechtliche Pflichten verletzen. Werden Daten konsolidiert, kann dies dem Wegfall bestimmter Geschäftsdaten gleich kommen. Zugleich werden Anforderungen an die Vorhaltung von Geschäftsdaten immer höher und restriktiver, dies gilt besonders für Daten in digital-virtueller, ungedruckter Form. Bei der Umlagerung von Daten auf externe Speichereinheiten oder in dezentrale Datenbankinstanzen muss daher sichergestellt werden, dass diese Daten auch nach Systemausfällen wieder verfügbar gemacht werden können. Daher sind auch für konsolidierte Daten Regeln der Datensicherheit in vollem Umfang zu respektieren und anzuwenden.

Auf Automatisierung setzen

Das richtige Software-Werkzeug vereinfacht eine Konsolidierung erheblich. Mit einer Batch-Automatisierung von Prozessen, können manuelle Eingriffe reduziert und Bearbeitungszeiten verkürzt werden. Eine gute Softwarelösung kann alle wesentlichen operativen Schritte einer Konsolidierung steuern, automatisch ausführen und kontrollieren. Unerwünschte Zustände oder Fehler in Daten werden so vermieden oder können schneller identifiziert werden. Ein optimierter automatischer Konsolidierungsprozess erledigt Prüfung, Überarbeitung und Bereitstellung von Daten auch dauerhaft als Hintergrundprozess.

Fallback und Wiederanlauf einplanen

Eine Konsolidierung kann auch scheitern, wenn alle vorhergehenden Tests erfolgreich waren. Sichern Sie sich ab, indem Sie Daten beispielweise mehrstufig und sukzessiv konsolidieren. So fallen Fallback- und Wiederanlaufszenarien weniger komplex aus. In jedem Fall sollten Sie diese einplanen und sicherstellen, dass diese möglichst vollständig auf den bereits bewährten Standards aufsetzen.